Die Privatparty Teil 2/9

Wir küssten, leckten, streichelten mit Händen, der Zunge und vor allem auch den Augen. Schnell vermischte sich der Geruch der Sauna mit dem der verschwitzten Körper und die Geräuschkulisse erst… Stöhnen, schweres Atmen, leises Lachen und im Nachhinein frage ich mich, was die Männer in der Zwischenzeit gemacht haben.

(Die geschilderten Momente geschahen ausnahmslos und zu jedem Zeitpunkt absolut einvernehmlich)

Ich muss zugeben, keine Ahnung zu haben. Genauso wenig, wie ich sagen kann, wie viel Zeit vergangen war, bis sich von hinten jemand an mich anschmiegte, meine Beine auseinander dirigierte und sich eine Hand vorsichtig meinem Schritt näherte, um sich in mir zu versenken. Mit der Hand in meinen Haaren, zog er meinen Kopf zu sich zurück. Ein wenig zu zaghaft, um wirklich überzeugend zu sein, erzählte er davon, wie leicht es ihm fällt, zu switchen. Davon, wie gern er beide Seite der Medaille auslebe und wie gut er gelernt hätte, sich auf sein Gegenüber einzustellen.    

Call me a bitch, aber nein! Das war mir zu viel Theorie, zu viele Worte, zu wenig von dem, was ich wirklich wollte, wollte er tatsächlich auf diese Weise spielen. Es bedurfte nur einer einzigen Kopfbewegung, meine Haare von ihm zu lösen. Seine Finger blieben weiter in mir, aber nicht ausschließlich zu seinen Konditionen.

Ich streckte mich ihm entgegen, wann immer er in mich stieß und ich entzog mich ihm ein Stück weiter, als er es vielleicht beabsichtig hatte.
Can‘t help it… ich weiß, dass er die Führung übernehmen wollte, aber ich konnte sie ihm nicht geben. Nicht so.
(Manchmal mag ich mich selbst nicht, denn er hat sich redlich Mühe gegeben, aber… es ging nicht. Mit ihm… überhaupt… keine Ahnung… es hat nicht gepasst zwischen uns. Von meiner Seite aus.)

Während er mich aber fingerte, die Lippen einer Nymphe auf meinen hingen und meine Hände wessen Brüste auch immer verwöhnten, spürte ich plötzlich einen brennenden Schmerz an meiner Brustwarze, der mich laut aufstöhnen ließ.
Ich kann nicht sagen, ob meine Lippenpartnerin mit dem Urheber dieser boshaften Berührung gemeinsame Sache machte, als ich mich jedoch erschrocken von ihr zurückziehen wollte, hielt sie mich fest. Sie lachte leise und schüttelte den Kopf, als sie meinen flehenden Blick erkannte.
Mein Verstand, plötzlich wieder klar genug, erkannte, dass es nicht der junge Mann sein konnte, der mich noch immer voller Elan fingerte.

Die schmerzauslösende Hand kam aus einem gänzlich anderen Winkel, doch die Nymphe hielt meinen Kopf noch immer fixiert. Ich sah nicht, wer es war, doch der Druck nahm zu, sodass ich versuchte, mich ihm zu entziehen. Chancenlos, bis die Finger genauso plötzlich von mir abließen, wie sie gekommen waren.

Im selben Herzschlag ließ sie mich los und ich sah ihn. Einen etwa vierzigjährigen schlanken Mann mit schalkhaftem Grinsen auf dem Gesicht und dunkel glänzenden Augen. Die kurzen Haare von der hohen Luftfeuchte zu wilden Stacheln aufgestellt, den Blick auf mich gerichtet, während er mit einer Hand die Brüste einer Nymphe verwöhnte.

„Na?“, schmunzelte er nur.

Sein amüsiertes „Du auch hier?“ ließ mich lachen.

Noch bevor ich etwas erwidern konnte, warf er dem jungen Mann hinter mir nur einen einzigen Blick zu, worauf der sich aus mir zurückzog, aber stützend in meine Rücken sitzen blieb. Ich hatte kaum Gelegenheit zu realisieren, was er tat, da war er bereits an mich heran gerutscht, hatte seine Hand fest in mein Haar gegraben, den Kopf in den Nacken gezogen und hatte die Finger seiner freien Hand um meine Brustwarze gepresst.

Es tat nicht wirklich weh, aber der Schreck ließ mich zusammenfahren. Absolut kontraproduktiv, denn während ich mich unwillkürlich von ihm fort drehen wollte, hielt mich der Jüngling hinter mir fest und die Fingerspitzen des Mannes vor mir bohrten sich wie kleine Schraubstöcke in meine Spitzen, sodass ich nun vermutlich wirklich laut aufgeschrien hätte, hätte er meinen Mund nicht mit seinem versiegelt. Ein weicher Mund, der noch immer grinste, während meine Brust erst freigegeben wurde, als ich mich zur Entspannung zwang.

Als das Blut wieder frei zirkulierte, dauerte es noch ein paar Sekunden, ehe der Schmerz auf ein erträgliches Maß gesunken war. Fragt mich nicht, was meine Reaktionen in diesem Moment taten. Meine Arme griffen nach seinem Gesicht, ich erwiderte den Kuss und biss ihm wenig vorsichtig auf die Unterlippe.

Augenblicklich schoss seine Hand erneut vor und ich war bei weitem nicht schnell genug, zu reagieren. Dieses Mal traf er die andere Brust und bohrte seine Finger tief in das rosige Fleisch. Zwar ließ ich von seiner Lippe ab, doch den Triumph meines spitzen Schmerzschreies wollte ich ihm nicht gönnen. Stattdessen presste ich ihn zwischen den Zähnen hervor, während mein Körper aufs Äußerste gespannt war. Seinem Grinsen war jedoch deutlich anzusehen, wie sehr ihm die Reaktion gefiel.
Und ja, es ärgerte mich. Ich ärgerte mich… über mich.

Auf der anderen Seite machte mich seine ganze Art auch an. Hatte ich anfangs noch gezweifelt, war ich mir nach seiner Reaktion auf meinen Biss ziemlich sicher, dass er sehr wohl wusste, was er tat. Er spielte. Leichter, gelassener und unbekümmerter, als ich es kenne. Dennoch wohl mit der gleichen Konsequenz, die ich so schätze und auch brauche.

Diese Erkenntnis war es, die schließlich auch meinen Spieltrieb weckte.

Ich küsste ihn, zog mich näher an ihn heran, beobachtete ihn, seine Bewegungen, seine Reaktionen auf mich und als ich spürte, wie er sich ein Stück weit entspannte, waren es meine Nägel, die sich in seine Brust bohrten. Ich spürte es beinahe körperlich, wie sehr er sich zusammenreißen musste, sich nun seinerseits nicht abzudrehen, um meinen Fingern zu entkommen, während meine Lippen ihn so sanft küssten, als wäre es nicht meine Hand, die ihn malträtierte. Ihm entwicht ein leises Knurren, bevor er nun seinerseits die spitzen Zähne in meiner Lippe versenkte und ich augenblicklich die Hände von ihm zog.

„Lass es!“, flüsterte er. Seine zu Schlitzen verengten Augen erinnerten mich mit den gestiezten Haaren an das Bild eines Dämons, dessen Hörner schwarz in die Höhe ragten. Sein Blick jedoch trug zumindest eine leichte Spur Respekt für meinen Kampfgeist.

Er gab meine Haare frei, nur um nach dem Bein zu greifen. Die Fliesen unter mir waren bereits nass, was er wohl im selben Augenblick bemerkte und mit einem spöttischen Lachen quittierte.

Mit einer einzige Handbewegung zog er mich am Bein herum, sodass ich nun mit weit gespreizten Beinen ihm direkt gegenüber saß. Der Jüngling hinter mir sorgte dafür, dass ich sie nicht schließen konnte und fuck… es machte mich an.

Dass er Switcher war, ließ sich spätestens hier kaum mehr leugnen.

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