Die Privatparty Teil 3/9

Der Dämon – bleiben wir vielleicht einfach bei dem Namen – bedeutete ihm mit wenigen Gesten, was er tun sollte und er reagierte. In meinem Rücken eine solide Stütze, hielt er mich in Position, während mein Gegenüber nun seinerseits anfing, mich zu fingern.

(Die geschilderten Momente geschahen ausnahmslos und zu jedem Zeitpunkt absolut einvernehmlich)

Und das tat er unglaublich gut. So gut, dass ich bereits nach wenigen Herzschlägen die Augen schloss und den Kopf zurücklehnte. Die starke Schulter hinter mir war perfekt dafür. Ich spürte an meiner eine Wange, die fast noch jugendlich weich war und sich an mich schmiegte.

Die Überlegung, wie viele Hände derzeit auf mir lagen und mich streichelten, gab ich auf. Es war egal. Und es fühlte sich einfach großartig an. Die vielen Finger reizten und beruhigten mich gleichzeitig, neckten und verwöhnten mich. Die Finger in mir bewegten sich unbeirrt und es dauerte nicht lange, bis ich die nächste Welle herannahen spürte.

Wäre es ein regelmäßiger Spielpartner gewesen, hätte ich um die Erlaubnis für den Orgasmus gebeten oder ihn zumindest angekündigt. So tat ich es nicht. Weil ich provozieren muss. Ich kann nicht anders. Und kam.

Jeder Muskel in mir spannte sich an, als wollte ich zerreißen, bis harte Kontraktionen sie wieder lösten und ich kurz in mir zusammensackte. Doch der Dämon ließ nicht von mir ab und gönnte mir keine Pause, während der Jüngling dafür sorgte, dass ich keine Chance hatte, ihm entkommen. Aber wollte ich das?

Einzig die vielen Hände waren verschwunden. Vielleicht weil ihre Besitzer bemerkt hatten, wie gern ich eine Atempause gehabt hätte, denn die Bewegungen in mir drohten mich mit jedem weiteren Stoß zu überreizen. Unruhig griff ich nach seiner Hand, versuchte sie zu stoppen, doch der Dämon lachte nur.

Mit der mir verbleibenden Kraft stützte ich mich auf seinen Arm und versuchte so, die Bewegung weitestgehend zu unterbinden. Weitestgehend…

„Nimm die Hand da weg!“, grinste er mich an und seine Augen funkelten. Amüsiert, leicht verärgert, kämpferisch… keine Ahnung.

Aber ich konnte nicht. Die Berührung war in dem Moment zu viel für mich. Von den kaum gemilderten Stößen ganz zu schweigen. Ich konnte einfach nicht.

Also schüttelte ich den Kopf. Keuchend, doch sein Grinsen wurde noch breiter. Ein atemberaubendes Grinsen, dass mich ablenkte und faszinierte. Dazu sein prüfender Blick, der mich musterte und wohl erkannte, wie sehr ich es genoss, selbst wenn meine Körpersprache eine andere war.

„Nimm. Die. Hand. Da. Weg!“, wiederholte er mit wesentlich mehr Nachdruck, doch es ging nicht.

Um mit mehr Kraft seinen Arm festzuhalten, hatte ich mich vorgebeugt und das nutzte er nun für sich. Das letzte Stück kam er mir entgegen und presste seine Lippen auf meine. Ich entspannte mich fast augenblicklich. Fragt mich nicht… er hatte diese Wirkung…

Er zog meine Aufmerksamkeit aus meinem Zentrum hinauf, fesselte sie mit geschickter Zunge und tatsächlich wurde mein eigener Griff lockerer. Doch ihn gänzlich gewähren lassen, konnte ich nicht. Ob es Trotz oder Reizüberflutung war, kann ich heute gar nicht mehr genau sagen. Vielleicht etwas von beidem.

Er reagierte und biss mir erneut kraftvoll in die Lippe, während seine freie Hand sich abermals in meine Brustwarze krallte. Nicht der Schmerz war es, der mich dazu bewegte, von ihm abzulassen, sondern die Konsequenz, mit der er mich dazu zwang, es zu tun. Heilige Scheiße.

Ja es tat weh. Sehr sogar und der Schmerz lenkte mich tatsächlich von den Stößen seiner Hand ab.
Und dennoch wog die Tatsache, dass er sich einfach nahm, was er wollte, wesentlich schwerer. Es war gut! Er war gut!

Auch als meine Hände schon längst ergeben zu den Seiten gestreckt waren, dauerte es, bis er Lippe und Brustwarze freigab. Als wollte er mir verdeutlichen, dass er es war, der die Regeln machte. Fuck ja.

In mir tobte der altbekannte Kampf zwischen „fick dich und deine Regeln“ und „fick mich mit deinen Regeln!“

Er fingerte er mich einfach weiter. Fester und fordernder als noch zuvor und ich genoss es.

Warum ich das Übergehen meines Wunsches nach Pause hinnahm? Weil er mit seiner Reaktion und seiner Härte einen ganz anderen Wunsch wachsen ließ. Den, gefickt zu werden. Nicht mit den Fingern. Wobei diese meinen Körper bereits auf den nächsten Höhepunkt zusteuerten.

Er wusste war er da tat. Kein Zweifel. Während er in mich stieß, berührte er gleichzeitig meine Perle. Presste sie, rieb sie.

Und es dauerte nicht lange, bis ich fühlen konnte, wie ich mich um seine Finger erneut zusammenzog.

Hätte ich die Augen nicht bereits geschlossen und den Kopf an die Schulter hinter mir gelehnt, hätte ich seinen Blick vielleicht sehen können. Hätte ihn womöglich sogar deuten können. Doch weder das eine, noch das andere war der Fall. Und so entschied ich mich, noch einmal ohne Erlaubnis und Ankündigung zu kommen.

Zumal es so schnell ging, dass ich weder die Bitte formulieren, noch seine Antwort hätte abwarten können. Also kam ich zum dritten Mal, in was weiß ich wie kurzer Zeit.

Ohne seine unaufhörlichen Stöße in mich hinein wären vermutlich Minuten vergangen, um zu mir zurück zu finden. So riss er mich mit seinen Bewegungen aus dem Traum der sehnlichst erhofften Pause. Er fingert einfach weiter. Der Verdacht, er könnte noch eine Runde und vielleicht sogar noch eine weitere folgen lassen, ließen mich in mir zusammensacken. Mit zitterndem Atem und noch zittrigeren Beinen wagte ich nicht, seine Hand erneut festhalten zu wollen. Stattdessen griff ich nach seinem Gesicht.

Meine Finger bebten, wie die eines Abhängigen auf Entzug. Gefühlt müssen meine Augen weit wie Untertassen aufgerissen gewesen sein, als ich seinen Blick suchte. Diesen spöttisch-spielerischen und gleichzeitig harten Blick, der mich schaudern ließ.

Damn! Ich wusste im selben Moment, dass er weiter machen wollte. Würde. Und dass ich es wollte. Ein Teil von mir. Der andere wollte ausruhen.

„Was hast du denn?“, lächelte er und schien kaum erschöpft von seiner äußerst effektiven Handarbeit. Trotz des Zusammenspiels aus Hitze und extremer Luftfeuchte, die Pool und Sauna verursachten.

Auch wenn ich fertig war, er war es offenbar noch lange nicht. Die Muskeln meiner Oberschenkel brannten, weil ich sie gegen den Griff des Jünglings wohl auch unbewusst versucht hatte zu schließen. Meine Arme fühlten sich an wie Gummi, als ich sein Gesicht umklammerte, wie ein Ertrinkender den Rettungsring. Nur war er keine Rettung, sonders alles andere als das. Er war der Anker, der mich in die Tiefe riss und der sich wortwörtlich in mein Fleisch versenkt hatte.

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