Von Vielfalt und Datenschutz

Twitter und eben auch die Kinky-/BDSM-/sexpositive Bubble sind in vielerlei Hinsicht relativ heterogen.

In meiner kleinen, aber bunten Timeline bekomme ich täglich Einblicke in die verschiedensten Beziehungskonstellationen und –konzepte, über die vielfältigsten Wege Sexualität auszuleben und sich selbst zu entdecken, beziehungsweise zu erleben.

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In jedem Anfang…

So, nun ist es wohl offiziell. Der Mensch der mir in den letzten Wochen ausgesprochen verlockende Bilder in den Kopf gezaubert hat, schafft das und so vieles mehr auch ganz hervorragend im Reallife und ich bin noch immer zutiefst begeistert.
Meine anfängliche Nervosität beim ersten Date war wohl nicht zu übersehen. Da war die Sorge, er könnte trotz der phantastischen Kommunikation im Vorfeld, der Sympathie und den vielzähligen Interessensüberschneidungen enttäuscht sein. Weil… [ hier könnten ein paar merkwürdige Gründe stehen, die mein Kopf so produziert, wenn er zu viel Zeit zum Nachdenken hat ] …
Stattdessen schreibe ich lieber über einen großartigen Abend und die vielen Erlebnisse, die scheinbar der Anfang von etwas ganz Großem sind.

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Über Schnee und Submission

Die meisten von uns kennen die Urban Myth über die 40 Synonyme für Schnee in den Sprachen der Inuit. Verhält es sich mit den Begriffen Sub und Bottom ähnlich? Meinen sie das Gleiche?

Wer schon länger im blauen Wald unterwegs ist, erkennt hierin eine gewissen Groundhog-Day-Dynamik und verdreht womöglich schon die Augen. Tatsache ist allerdings, dass sich an diesem Punkt die Geister scheiden. Nicht in der Sinnhaftigkeit einer Unterscheidung an sich, sondern wohl eher in der Verbissenheit einer Deutungshoheit.

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Eine Attention Whore (?)

Manche Dinge schwirren als flauschige Wattebällchen durch unsere Köpfe. Vage und in sich unstrukturiert, aber eben existent. Wir wissen, dass sie da sind und sie beeinflussen uns auf die eine oder andere Weise. Unser Denken, unser Handeln, unser Empfinden.

Menschen funktionieren so und das ist okay. Bis wir an den Punkt kommen, an dem wir beginnen uns zu hinterfragen. Weil wir auf Unstimmigkeiten im eigenen Sein stoßen oder von anderen darauf gestoßen werden. Gestern Abend hatte ich einen dieser Momente und bin dankbar dafür.

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Wenn mich Sex zur schlechten Mutter macht…

Ganz offenbar haben sich gestern ein paar Menschen von meinen beiden #elternalltagssex-Tweets stark getriggert gefühlt. Neben einigen Beschimpfungen gab es dafür Unverständnis und (für mich) mehr oder weniger brauchbare Ratschläge, solche Situationen zukünftig zu vermeiden. Es wird einige Leute überraschen, aber diese Ideen und Gedanken sind mir nicht neu. Entgegen mancher Meinungen ist mein Kopf nicht völlig leer. (sic.)

Für einen Thread zu lang, wird das hier nun also ein Blogbeitrag.
Kink wird es heute nicht geben. (Eine reverse-Trigger-Warnung sozusagen)

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Der kategorische Blowjob

Über Blowjobs zu schreiben – insbesondere darüber zu schreiben, ob ich Gütekriterien sinnvoll finde oder nicht – hielt ich auf den ersten Blick für schwierig. Ich habe selbst keinen Schwanz, also ist das nicht mein Metier… Das war die Überlegung.

Aber wenn ich sie doch gebe – also Blowjobs – kann ich darüber schreiben, was Kategorien wie „Gut“ und „Schlecht“ in mir auslösen. Wie sie mich beeinflussen und wie sie mich lange Zeit vergiftet haben.

Vor dem Hintergrund wird das Thema genauso gut greifbar, wie beispielsweise geleckt zu werden. Geküsst zu werden. Gefickt zu werden.

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Über Elstern und Elben

Da dieser sich Blog hier irgendwie von Sexgeschichten zu einer Art Tagebuch weiterentwickelt hat, möchte ich ihn heute nutzen, um etwas loszuwerden, das mich seit Jahren begleitet. Wobei loswerden so klingt, als wäre es damit getan, darüber zu schreiben – was in dem Fall definitiv nicht so sein wird. Und „seit Jahren begleitet“ lässt vermuten, dass es etwas ziemlich Krasses sein könnte, was mein Leben massiv beeinträchtigt. Dem ist nicht so!

Mehr oder weniger geht es um kleine Verhaltensweisen, die meinen Alltag beeinflussen oder verändern und darum, woher sie kommen. Demnach also auch kein wirklicher Seelenstrip, sondern das, was man in ein Tagebuch schreiben könnte, um sich und seine Handlungen und Motivationen etwas zu reflektieren. Ich nehme euch – wenn es euch interessiert – einfach mit.

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Über Kaiserschnitte und PDAs

Seit gestern überlege ich, ob ich zum Thema Geburtsschmerz und Kaiserschnitt etwas schreiben soll oder nicht. Nicht weil ich dazu nichts zu sagen hätte, sondern weil es irgendwie nur ganz peripher zum Blog an sich passt.

Schon klar, an die Geschichte mit den Bienchen und Blümchen glauben die wenigsten noch, aber naja ihr wisst was ich meine.
Doch es brodelt in mir. Seitdem jemand bitter spöttisch unter einen Zeitartikel kommentierte, wie viel einfacher es sei, den Bauch aufschneiden zu lassen, als das Baby unter Schmerzen herauszupressen. Vater von vier Kindern, die alle auf natürlichem Weg zur Welt gebracht wurden.

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Vernissage der Lüste – Samuel 1/2

Die Aufregung der letzten Wochen fand im heutigen Tag ihren Höhepunkt. Auf den obligatorischen Pott Kaffee verzichtete Samuel bewusst. Nachdem er bereits eine Stunde vor dem Wecker erwacht und wortwörtlich aus dem Bett gesprungen war, um sich fertig zu machen, glich der Takt seines Herzens einem Pferd im Galopp. Die unruhige und beinahe schlaflose Nacht war in Anbetracht der Versprechungen dieses Tages bedeutungslos geworden.
Die Vernissage der Lüste. Ein Experiment, ein Abenteuer. Und Himmel er war so nervös, dass Koffein ihn vermutlich zum Explodieren gebracht hätte.

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Vernissage der Lüste – Lena 3/3

Dass sie dem Blick der Fremden nun nicht mehr standhalten konnte, schob sie auf die steigende Anspannung in ihrem Inneren. Lena schloss die Augen, genoss die Enge, als sie sich um den Metallschwanz und den Plug zusammenzog. Ihr Stöhnen schwoll an, wurde tiefer und ihr ganzer Körper schien explodieren zu wollen. Sie spürte die Welle auf sich zurasen und genoss den Scheitelpunkt, solange er anhielt. Diesen Punkt, der einmal erreicht keine Umkehr mehr zuließ. Der an dem jedes Molekül in ihr für einen Moment stillzustehen schien, um sie schon im nächsten in ein Chaos aus Empfindungen zu stürzen.

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Vernissage der Lüste – Lena 2/3

Irgendwann hatte sich der Security-Mann hinter sie gestellt und es fühlte sich gut an, ihn in dieser sonst eher machtlosen Position bei sich zu wissen. Sie sah ihn gerade nicht – durch das breite Halsband war ihr Sichtfeld stark begrenzt – doch selbst obwohl noch kein Besucher bei ihr war, zog er um das Podest bereits seine Runden. Und jedes Mal, wenn sie ihn dabei sehen konnte, warf er ihr ein zuversichtliches Lächeln zu. Soweit es ihr möglich war, versuchte sie sich erwidernd bemerkbar zu machen. Mit minimalen Regungen und er verstand.

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Vernissage der Lüste – Lena 1/3

Wie oft sie die Annonce gelesen hatte, wusste sie schon gar nicht mehr. Ein Fake, war ihr erster Gedanke gewesen. Oder irgendwas Kriminelles.

„Freiwillige für Kunstausstellung gesucht. Masochismus und Exhibitionismus sind nicht nur wünschenswert, sondern dringlichst erforderlich!“

Der Name einer Agentur, eine Telefonnummer und ein Künstler, den sie googelte, um mehr herauszufinden. Was das Netz zu ihrer Suche ausspuckte, hatte ihr Gänsehaut bereitet. Eine wohlige. Eine, die sich bis zwischen ihre Schenkel ausbreitete und dafür sorgte, dass ihre Finger unwillkürlich genau dorthin wanderten. Die ihre Lust erfühlten, welche allein durch die Bilder auf dem Laptop angeregt wurde.

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Von Schuld und Schweigen

Derzeit sorgt der #männerwelten für Aufsehen. Ausgangsgedanke war die Sichtbarmachung von sexuellen Übergriffen im realen Face-to-Face-Erleben, aber auch solcher im Social Media.
Grundsätzlich ist das meiner Meinung nach ein wichtiges Thema.
Unabhängig davon, ob die Darstellung gefärbt vom polarisierenden Grundtenor der ProSiebenSat1Media SE ist oder einige Ansätze vom mitwirkenden Terre des Femmes kritisch zu hinterfragen sind, sind die Inhalte des Beitrages von Joko und Klaas ein alltägliches Problem, unter dem viele Menschen (im Fall des Videos Frauen) leiden.

Es gibt bereits breite Diskussionen darüber, dass der Beitrag in seiner verallgemeinernden Art und Weise Männerhass schürt. Dass er Männer in eine generalisierte Täterrolle drängt. Es werden Diskussionen über die im Beitrag nicht erwähnten misshandelten und belästigten Männer geführt.

All das sind Aspekte, die nicht außer Acht gelassen werden sollten.
In diesem Text hier möchte ich mich dem ausdrücklich nicht anschließen.  

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Mein Refugium

„Du wirst mir auch die nächsten Monate damit in den Ohren liegen, also hör auf zu reden. Hör auf zu zweifeln und mach es endlich!“

Ich habe es gemacht. Habe es gewagt und nun sitze ich vor dem Laptop, trinke Kaffee und bin hin und her gerissen zwischen

„Oh mein Gott, verdammt, was tust du da. Abbruch, Abbruch. Dumme Idee!“

und

„Entspann dich! Egal was passiert, du kannst das! Überlass das ‚an dich glauben‘ nicht nur anderen!“

Ich möchte glauben!
Und darum wage ich jetzt den Sprung über den Schatten der Zweifel. Darum lade ich euch ab heute in mein kleines Refugium ein.
Ein Häuschen am Waldesrand, von dem aus wir gemeinsam die Wege in die Dunkelheit unter den dichten Baumkronen beschreiten können. Von dem aus wir die Lichtungen der Nymphen und die Höhlen der Wölfe besuchen und uns auf ausgebreiteten Schwingen von den höchsten Gipfeln stürzen können.

Tretet ein, nehmt Platz.
Ich habe ein paar Zimmer für euch vorbereitet, in denen ihr es euch gemütlich machen könnt.

Nehmt Platz in einem der Ohrensessel in der Lounge und werft einen Blick in die monatliche Zeitung, einer Art Newsletter. Kurze Kopfkino-Blitzlichter und all die Dinge, die im vergangenen Monat bei LessDressed geschehen sind. Pläne für die kommende Zeit und über aktuelle Projekte.

Oder geht weiter zur Suite, in dem sich nach und nach das Bücherregal mit Beiträgen füllen wird, die expliziter als gewohnt sind. Dort werden mit der Zeit auch Beiträge über Wünsche und Gedanken erscheinen, die mir zu intim sind, um sie auf dem großen Blog zu teilen.

Vielleicht habt ihr aber auch Interesse am Séparée, wo ich euch nach euren Ideen und Vorstellungen eine kleine Welt der Worte male.

Wenn ihr mögt, würde ich mich freuen, euch dort begrüßen zu dürfen.
Mit euch eine Weile im Refugium zu verweilen, um euch dann eine Kerze in die Hand zu geben, mit der wir gemeinsam die Dunkelheit des Waldes erkunden können.

Patreon

Selbstverständlich wird der Blog hier nicht einschlafen. Ich möchte beides miteinander verknüpfen und und freue mich schon sehr darauf zu sehen, was die nächste Zeit alles bringen wird.
Es bleibt spannend.

Und nun schmeiße ich mich in Schale, gehe Kaffee kochen und die Kissen im Refugium aufschütteln.

Mit aufgeregt-entspannten Grüßen

Herzlichst Eure Catherine

Von Einsamkeit und Hass

Replies mit spritzenden Tropfen, phallusähnlichen Emojis, anzüglichen und distanzlosen Bemerkungen, die bis in die PMs schwappen… all das ist traurige Realität für viele von uns. Unter den meisten „kinky“ Tweets finden sich immer wieder Übergriffigkeiten, die zumindest bei mir sofort zum Block führen.
(Nein, ich möchte nicht darauf hinaus, dass freizügige Bilder ein Freifahrtschein für schleimig-ordinäre Grenzüberschreitungen sind. Das sind sie nicht. PUNKT)

Wesentlich seltener (zum Glück) sind Kommentare der ganz anderen Art. Kommentare wie „Fick mich freiwillig oder ich finde einen Weg, dass du es tust!“ und „Es wird Zeit, dass Frauen wie du wieder daran erinnert werden, welcher Platz ihnen zusteht!“.
Replies die auch nach dem Melden und Blocken im Kopf bleiben. Und die vor ein paar Tagen wieder deutlicher ins Gedächtnis gerufen wurden, als ich mich mit jemandem über eben diesen Hass unterhielt. Wir sprachen über die Manosphäre und Incels. Von beidem hatte ich vorher nur oberflächlich gehört.

Da der Blog eine Art Tagebuch für mich ist, möchte ich das hier festhalten. Für diejenigen unter euch, die sich bereits mit dieser Thematik auseinandergesetzt haben, ist es vielleicht nichts Neues.
Wenn ihr (dennoch) weiterlest, nehme ich euch mit auf den Weg meiner Erkenntnisse.

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BDSM – eine neue Welt

BDSM ist Konsens!
Ab wann ist es aber kein Spiel mehr, sondern Manipulation und Nötigung in einem Abhängigkeitsverhältnis?
Eine Frage, die in diesem Kontext immer wieder gestellt werden muss, weil sie so verdammt wichtig ist. Weil es wichtig ist, den Blick darauf permanent zu schärfen und ein Verständnis zu entwickeln, was BDSM bedeutet und was eben auch nicht.

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Blowjobs und andere Mündlichkeiten

Spontaner Sex mit einem unbekannten Pärchen im Club. Bei einem Blowjob kommt der Fremde bereits nach wenigen Augenblicken ohne Ankündigung im Mund der ihm fremden Frau. (Ohne Kondom).

Ich möchte gern eure Meinung dazu hören.

  • Ist das in Ordnung?
  • Wie würdet ihr damit umgehen?
  • Wer hätte sich wie anders verhalten müssen/ sollen?
  • Wie handhabt ihr das grundsätzlich beim BJ
  • BJ mit oder ohne Kondom?
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Das bin ich: Catherine

Catherine Owens unabhängig und vor allem weiß sie, was sie will und wie sie es bekommt. Planen, lenken, verhandeln… darin ist sie gut und vor allem erfolgreich.
Kurzum: tagsüber hält sie die Zügel in der Hand.
In der Nacht jedoch, wenn Bluse und Bleistiftrock fallen, weiß es das Kätzchen zu schätzen, die Kontrolle abzugeben, sich in die Hände ihrer Spielpartner fallen zu lassen.

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