Verführe ihn! – Ein Abenteuer

„Verführ‘ ihn und überzeug‘ ihn davon, dich zu wollen!“

Eine so deutliche und vermeintlich einfache Anweisung, aber eben irgendwie auch wieder nicht.

Als Sub – aber auch in jeder anderen Situation – ergreife ich gern manchmal die Initiative und kommuniziere, was ich brauche oder gern hätte. Da passiert das allerdings spontan. Da tue ich es aus eigenem Antrieb heraus.

Die Aufforderung jemanden zu überzeugen ist aber rein kopflich gesehen ein anderes Kaliber. Zumindest für mich. Ein Verführen auf Knopfdruck sozusagen.

Ich muss gestehen, dass mein Ego im ersten Moment protestieren wollte:
Wenn der mich nicht will, bleibt es halt… Betteln tu ich nur um andere Dinge…

Wie gut, dass ich in diesem Moment die Herausforderung spannender fand, als dem mauligen Ego nachzugeben. Was soll ich sagen, es entwickelte sich daraus eine aufregende Situation die ihren ganz eigenen Reiz hatte.

Aus anfänglichen Küssen wurde schnell mehr. Meine Hände glitten über seine Brust, tiefer in seinen Schoß und wieder hinauf um zu sehen, ob es ihm zu schnell ging. Ging es nicht – schätze ich. Das Lächeln auf seinen Lippen wirkte abwartend, beinahe so, als könnte er selbst noch nicht einschätzen, wohin dieses Spiel gehen sollte und wie viel er investieren würde.

Während ich den Text schreibe frage ich mich, ob Berührungen seinerseits für mich in dem Moment in Ordnung gewesen wären. Vermutlich hätten sie mich aber hauptsächlich von der Aufgabe abgelenkt. Spoiler: er berührte mich während der ganzen Zeit nicht und nun bin ich nicht ganz sicher ob wir nicht füreinander irgendwie Objekte waren. Jeder für den anderen auf eine ganze besondere Art und Weise. Und irgendwie macht mich der Gedanke an. Er für mich, weil ich eine Aufgabe zu erfüllen hatte und ich für ihn, weil ich nur für seine Lustbefriedigung relevant war.

Während er relativ reglos und erwartungsvoll dreinschauend vor mir lag, übernahm ich die Führung. Unter dem Slip spürte ich, wie sein Penis wuchs. Als meine Nasenspitze sacht darüber strich, erklang ein erstes Stöhnen und zu sagen, ich wäre auf dem richtigen Weg, wäre wohl etwas tiefgestapelt. (Ja, ich bin ein wenig zufrieden mit mir!)

Wenn ich ehrlich bin liebe ich diese Reaktionen auf mich oder das was ich tue. Ich mag es, wenn sich mein Gegenüber Stück für Stück der eigenen Lust hingibt und genießt. Da braucht es oftmals gar keine „Revenge“. Den sich verändernden Atemrhythmus, die unwillkürlichen Laute, das Zucken im Schwanz…

Im BDSM-Kontext bin ich es eigentlich – wenn ich nicht gerade ärgern möchte – gewohnt zu fragen, ob ich den Slip ausziehen darf. Hier waren die Voraussetzungen andere und ich bin mir ziemlich sicher, dass dem Schwanz seine Freiheit gut gefallen hat.

„Bläst du auch?“, fragte er und mein Spieltrieb war geweckt. So tief über seinen Penis gebeugt, dass die Lippen nur ganz knapp darüber schwebten, ließ ich etwas Speichel über seine Kuppe laufen, bevor ich ihn mit dem Daumen verstrich.

„Naja grundsätzlich wäre das eine Entscheidung meines Herrn. Leider können wir den gerade nicht fragen und er hat sich dazu nicht geäußert, also gehe ich davon aus, dass ihm das nicht recht wäre.“

Ich war ganz froh, dass er mein breites Grinsen zwischen seinen Schenkeln nicht bemerkte.

„Und über deine Pussy oder deinen Arsch bestimmt ebenfalls dein Herr oder besteht die Möglichkeit, da eine Ausnahme zu machen?“

Ich schüttelte den Kopf und blickte ihn bedauernd an. „Besser nicht. So ganz ungefragt. Nicht dass ihm das gänzlich missfällt und er mich noch einen Keuschheitsgürtel tragen lässt. Wer könnte das wollen?“

Wie reizvoll ich den Gedanken in Wirklichkeit fand, war uns vermutlich beiden klar, aber nach einem weiteren Versuch seinerseits beließ er es dabei und konzentrierte sich gezwungener Maßen auf das, was er haben konnte. Rückblickend fühlt es sich mächtig an, ihm zu verweigern was er wollte, auch wenn er es theoretisch hätte haben können. Allerdings war es nicht dieses Gefühl, das mich kickte. Vielmehr war es die Gewissheit, ihn auch mit beschränkten Möglichkeiten befriedigen zu können.  

„Wie würdest du denn gern kommen?“, wollte ich wissen und setzte erneut an, bevor er antworten konnte. „Vielleicht durch eine Prostatamassage? Vielleicht sollte ich mir OnlyFans zulegen. Ich könnte eine Kamera aufstellen und so lange dein Sperma aus dir herausmassieren, bis du nicht mehr kommen kannst. Einen trockenen Orgasmus zu beobachten steht schon länger auf meiner Liste. Oder ich bringe dich bis kurz vor den Höhepunkt und höre dann auf, um zu sehen, wie gut dir Frustration steht? Dann kann ich es mir später immer und immer wieder ansehen. Und nicht nur ich.“

Einen Augenblick lang überlegte er und schien zur ersten Option zu tendieren. Ganz sicher ob er das wirklich wollte, war er sich wohl aber nicht. Schade eigentlich. ^^

Ich massierte seinen Schwanz weiter und ließ noch etwas Gleitgel darauf tropfen. Ob er vor Erregung und Kälte schauderte, kann ich nicht genau sagen. Vielleicht war es auch die Vorstellung, sich selbst später in ein Video gebannt zu finden. Mich jedenfalls hat das zumindest in der Theorie sehr angemacht.

„Vielleicht setze ich mich aber auch einfach auf dein Gesicht und reite dich bis ich komme…“

Der Gedanke war noch nicht einmal bis zum letzten Wort ausgesprochen, da wurde mir bewusst, dass es nicht nur in Bezug auf meine Pussy und meinen Arsch keine Anweisungen gegeben hatte. Auch eine Entscheidung, ob ich selbst kommen durfte oder nicht, fehlte.

Andererseits war die Aufgabe eben klar gewesen. Es ging nicht primär um meine Lust, was auf der wiederum aber auch nicht hieß, dass ich selbst kein Spaß haben durfte. Mit wohl eher ungelenk anmutenden Verrenkungen parkte ich meine Pussy nur wenige Augenblicke später auf seinem Gesicht, während ich mich zu seinem Schwanz hinunter beugte und ihn in schnelleren Bewegungen massierte.

An der Pose mag ich besonders, wie mit wenig Aufwand Luft knapp werden kann. Ein kleines bisschen bedauere ich, diesbezüglich nicht genug Ambitionen zu verspüren.

Wäre mein Fokus ein anderer gewesen, hätte ich mich vielleicht auch darauf konzentrieren können, was seine Zunge zwischen meinen Schenkeln trieb. So jedoch lag meine ganze Aufmerksamkeit auf dem Penis in meiner Hand und darauf, wie das Blut immer kräftiger in ihn hinein pumpte. Für einen ganz kurzen Moment war ich geneigt zu stoppen und zu schauen, wie er darauf reagieren würde. Meine Neugier jedoch war stärker und ich freute mich darauf, die Lust aus ihm herausbrechen zu sehen, nachdem ich sie dort angestaut hatte.

Nach ein paar weiteren gleichmäßigen Auf- und Abbewegungen mit der Hand ergoss sich sein warmes Sperma über meine Finger. Sein Körper brauchte anschließend eine wunderbar lange Zeit, um unter mir wieder zur Ruhe zu finden. Mein Grinsen, als ich mich von ihm erhob und mich ihm wieder zuwandte, wollte ich gar nicht verstecken und ein freches „Sag danke!“ konnte ich mir nicht verkneifen.

4 Kommentare zu „Verführe ihn! – Ein Abenteuer

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