Die Privatparty Teil 7/9

Sie hatte zwar vom Hinlegen gesprochen, doch ich wollte sie sehen. Sie beobachten. Also stützte ich mich auf die Ellenbogen und erblickte noch ihr freches Lächeln, bevor ihre weiche Zunge mich dazu brachte, meine Augen zu schließen, die Luft lautstark einzuatmen und dann den Atem anzuhalten.

(Die geschilderten Momente geschahen ausnahmslos und zu jedem Zeitpunkt absolut einvernehmlich)

Oh Verdammt, sie wusste, was sie tat. Es war einfach großartig.

Arielle teilte mit der Zunge meine Lippen, leckte hinauf zum Kitzler, stoppte jedoch immer kurz vorher und begann von vorn. Es war zum Verrücktwerden. Ihr belustigtes Kichern zeigte mir deutlich, dass ihr klar war, dass sie mich damit reizte und das brachte mich nun auch zum Lachen. Schon jetzt merkte ich den Muskelkater, den ich morgen im Bauch und den Oberschenkeln haben würde.
Das Funkeln ihrer Augen, als sie meinen Blick suchte, war bezaubernd.

Hätte ich genug Energie gehabt, mich mit nur einem Arm abzustützen, hätte ich nach ihrer roten Mähe gegriffen und sie vielleicht sogar dirigiert. So musste ich warten und hoffen, dass sie dieses Spielchen nicht mehr allzu weit treiben würde.

Und ich hatte Glück. Entweder war ihre Ungeduld ebenso groß wie meine, oder sie ahnte, dass ich eigentlich schon durch war.

Unvermittelt leckte sie über meine Perle und ich fuhr zusammen, wie unter einem Schlag. Was unter anderem wohl auch daran lag, dass ich völlig überreizt und wund war. Offenbar schien ihr diese Reaktion gut zu gefallen, denn plötzlich war ihre Zunge nirgendwo anders mehr. Sie umkreiste, saugten, streichelte, drückte und meine gespreizten Beine zitterten unkontrolliert.

Ich hätte es nicht für möglich gehalten. Nicht nach der Arbeit des Dämons. Doch ihre vergleichsweise sanften Berührungen sorgten ein weiteres Mal dafür, dass sich mein Unterleib anspannte. Ob es die Müdigkeit war, die den Vorgang verlangsamte, weiß ich nicht, doch es fühlte sich wie ein Kampf an. Mein Kopf ersehnte den Orgasmus. Die gleichzeitige Schwere des Körpers und Leichtigkeit des Geistes danach. Zudem war ich schon zu nah am Finale, um jetzt noch verzichten zu wollen. Doch jede andere Zelle in mir schrie förmlich nach Erholung. Die Frage war nur, wer siegen würde. Üblicherweise war ich froh um jede Niederlage meines Kopf der bisweilen viel zu große Kontrolle über mich hatte. Jetzt half er mit viel Willenskraft, die Müdigkeit zu überlisten. Ich zwang mich zur Entspannung, sank auf den Rücken zurück und legte die Hände beruhigend auf die Oberschenkel. Es half. Und plötzlich ging es erstaunlich schnell.

Wann immer ihre Zungenspitze meine Clit traf, erschauderte ich, bis ich abermals nur noch aus Anspannung bestand. Mein Stöhnen war wesentlich leiser, als noch zuvor beim Sex mit den Dämon, doch gerade dieses ruhige tat mir gerade so unglaublich gut.
Als ich die Woge endlich heranrauschen spürte, schaltete mein Hirn für eine winzige Sekunde zurück in den Sub-Modus und ich war so kurz davor, um Erlaubnis zu bitten, dass ich lachen musste und in diesem Lachen schließlich kam ich. Befreiend, leicht und als der Orgasmus abebbte, fühlte ich mich frei.

Arielle lächelte, als sie sich zwischen meinen Schenkeln aufrichtete, fuhr sich über die Lippen und half mir in eine sitzende Position, in der mir der Dämon ein Wasserglas reichte. Ich kann nicht sagen, wie lange er vielleicht schon zugesehen hatte.

Ich lehnte es ab. Nicht weil ich keinen Durst hatte, sondern aus Angst, es fallen zu lassen.

Er setzte sich neben mich und lächelte. Ich lächelte und die Nixe tat es auch, als sie sich ihrem Begleiter zuwandte.

Wir lange wir da saßen, küssten und einfach schwiegen um die anderen zu beobachten? Ich weiß es nicht.

Zurück im Wohnzimmer auf dem Weg zur weichen Couch bemerkte ich doch einige Augenpaare, die mir oder uns folgten.
Glaubt es oder glaubt es nicht, aber es gibt Momente, da mag ich solche Aufmerksamkeit überhaupt nicht. Tatsächlich sind die sogar überwiegend. Und das hier war einer davon.

Mindestens 10 Menschen hatten uns beim Sex beobachtet – ich schätze einfach mal, weil es – denke ich – 5 Frauen mit ihren Begleitern im Bad waren.

Vielleicht lag ein leicht verlegenes Lächeln auf meinen Lippen, als ich mich schließlich in die weichen Polster fallen ließ.

Froh über die Gespräche um mich herum lauschte ich, versuchte es zumindest und verfiel dennoch recht schnell in verträumte Gedanken.

Fuck, es war gut gewesen. Er war gut gewesen und Arielles Abschluss ebenso. Und ich war zwar müde, doch allein die Erinnerung pumpte neues Adrenalin durch meinen Körper.

Ein Wasserglas, das mir direkt unter die Nase gehalten wurde, riss mich schließlich aus den Gedanken.

„Und ich dachte fast, Herrenüberschuss sei grundsätzlich nichts für dich!“, lachte eine der Badnymphen belustigt und ich sah das Glitzern in ihrem Blick.

„Das war echt krass!“, gestand sie und ein wenig erschrocken suchte ich in ihren Augen so etwas wie… keine Ahnung… Abneigung, Schreck, Unbehagen.
Wie gesagt, es muss ziemlich heftig ausgesehen haben und meine Körpermitte – vorn wie hinten – glühte noch immer und würde spätestens morgen in den buntesten Farben leuchten. Doch da war nichts dergleichen. Stattdessen sah ich Faszination und jede Menge Neugier und war ernsthaft überrascht. Und erleichtert.

„Ich glaube, das ist nichts für mich, aber euch zu beobachten war wirklich gut! Bisher konnte ich mir nicht vorstellen, dass jemand dabei Lust empfinden kann, aber du sahst ziemlich zufrieden aus. Immer noch, wenn ich das sagen darf!“

Jetzt musste ich doch lachen, weil mir das verträumte Grinsen auf meinem Gesicht bewusst wurde und nickte.

„Danke!“

Mit einem Kuss reichte sie mir das Glas und folgte ihrem Begleiter, der sie von der Couch mit sich in Richtung Treppe zog. Kichernd warf sie mir noch einen vielsagenden Blick zu, bevor sie im Obergeschoss verschwunden waren.

Alle anderen erzählten eine ganze Weile über Gott und die Welt, stellten fest, über welche Events sich der Großteil schon flüchtig kannte und ein paar kuriose Geschichten vergangener Feiern wurde hervorgekramt. Eben wie in einem großen, schon lange bestehenden Freundeskreis.

Irgendwann zeigte mir der Blick auf die Uhr, dass es bereits kurz vor Mitternacht war und der Wunsch nach Ruhe wurde mit jeder vor dem Kamin verbrachten, wärmenden Minute lauter.

Eine winzige Geste reichte und mein Mann verstand. Fernab von allen, wollte ich einfach seinen Körper spüren. Seine Nähe, seine Wärme und das Geräusch seines Herzschlags.

Nach dem Erlebnis im Bad brauchte ich das einfach und er sah es. Ohne weitere Worte gingen wir hinauf in eins der freien Schlafzimmer und er deutete mir, mich aufs Bett zu legen…

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