Der Pädagoge

Diese Sehnsucht zerreißt mich inzwischen förmlich. Seit Wochen träume ich nachts von ihm, stelle mir seine Hände auf meinem Körper vor. Ich rekonstruiere jede scheinbar zufällige Berührung in meiner Erinnerung und fühle sie nach.
Seine Stimme, die Gestiken und Intonierung, sein Verstand und diese Gelassenheit – sein ganzes Wesen zieht mich an.

Ich will diesen Mann! Ich will wissen, ob die Küsse, die ich mir ausmale in Wirklichkeit vielleicht sogar noch viel besser und intensiver sind. Ob seine Lippen tatsächlich so weich sind wie sie aussehen. Wie sie sich wohl auf meinem Hals anfühlen? Ich will wissen wie es ist, wenn er mich an der Hüfte packt und an sich zieht, seine Hände unter meine Bluse wandern und ich seine Wärme auf meiner Haut spüre. Wie oft habe ich schon überlegt, wie sich sein Körper wohl anfühlen mag – habe ich doch bis jetzt immerhin mal vorsichtig, ganz nebensächlich seine Arme befühlt und war mir sicher, auch den Rest entdecken zu wollen.

Und jetzt sitzen wir hier auf meinem Sofa. Endlich alleine. Selten musste ich so viel Mut zusammen nehmen wie jetzt gerade. Aber ich küsse ihn. Erst vorsichtig, testend. Mir fallen tausend Steine vom Herzen, als er drauf anspringt, die Küsse inniger werden und er mich zu sich rüber zieht. Gott sei Dank habe ich einen Hang zu Röcken, so dass ich mich problemlos auf seinen Schoß setzen kann. Gierig werden unsere Küsse immer intensiver. Eh ich mich versehe fliegt meine Bluse quer durchs Wohnzimmer und der BH gleich hinterher. Seine Lippen widmen sich nun auch zunehmend meinen Brüsten, was ich zutiefst genieße. Die Beule in seiner Hose drückt genau an die richtige Stelle zwischen meinen Beinen. Der Druck, die leichte Reibung, dazu seine Küsse und diese unglaublichen Hände, die mich sanft aber fordernd immer wieder an ihn ziehen, machen mich wahnsinnig und wahnsinnig feucht.

Aber ich lasse mir alle Zeit, endlich zu befühlen, was ich mir vorher nur vorgestellt habe – Arme – Brustmuskeln – Bauch. Bis ich bei seiner Hose ankomme. Gürtel und ich waren noch nie Freunde. Aber da sitzt ein sehr hilfsbereiter Mann unter mir, mit einer erstaunlichen Fähigkeit, Kleidungsstücke verschwinden zu lassen. Ich kann es kaum noch aushalten. Ich will ihn endlich in mir spüren. Ihm scheint es ähnlich zu gehen, denn mein Rock wird gekonnt nur noch hoch und das Höschen beiseitegeschoben. Ganz ganz langsam lasse ich mich auf sein bestes Stück niedergleiten. Genieße, spüre, verinnerliche jedes Stückchen, dass er dadurch weiter in mich eindringt. Ich sehe, dass es ihm schwer fällt, sich mir dabei nicht entgegen zu drücken. Aber ich sehe auch, wie sehr er es genießt. Langsam beginne ich, auf ihm zu reiten und ich muss selbst aufpassen, nicht zu schnell zu kommen. Allein durch das ganze Vorspiel an Gedanken, Wünschen und tiefer Begierde, bin ich kurz davor zu kommen. Andererseits genieße ich diesen Moment zutiefst und möchte ihn bis zum Letzten auskosten.

Er drückt sich mir entgegen, hält mich am Becken fest und werfe meinen Kopf in den Nacken, wodurch sich die Anspannung in der Muskulatur und der Winkel in dem wir uns bewegen verändern. Alles wird noch leidenschaftlicher, intensiver, aufregender. Mir wird heiß und schwindelig und während ich im Orgasmus kurz den Bezug zu Raum und Zeit verliere, mein ganzer Körper leicht zu zittern beginnt, sich scheinbar gleichzeitig verkrampft und entspannt, spüre ich das Pulsieren in meinem Schoss, wie er in mir kommt, mich dabei noch näher an sich zieht, kurz die Luft anhält. Dann fällt alle Anspannung vollends von uns ab. Er leg seinen Kopf auf meine Schulter und ich kraule ihm durch die Haare. Atme tief ein, bin glücklich, zufrieden und voll im Hier und Jetzt.

5 Kommentare zu „Der Pädagoge

  1. Du bist so wunderbar „normal“ Anne. Eigentlich gehöre ich ja eher in die perverse Fraktion. Si wie du erzählst hört es sich aber auch hoch erotisch an. Danke Dir dafür

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