Der Barkeeper

Heute bin ich mit meinen liebsten Mädels unterwegs. Die Woche hatte uns mit Elternabenden und Fortbildungen merklich gefordert und wir fanden es eine gute Idee heute den ganzen aufgestauten Stress einfach wegzutanzen. 

Und nun sind wir hier in unserem Lieblingsclub, fluchen innerlich ein ganz klein bisschen darüber, warum granatenschafe Pumps so scheißeunbequem sind, halten uns an unseren Weingläsern fest und schwingen unsere Hüften zur Musik. 
Aus den Boxen wummert geschmeidiger Funk und Soul, was für mich eine der besten musikalischen Interpretationen von Sex ist. Die Beats fließen durch die Körper, bewegen sie rhythmisch schaukelnd und bisweilen ineinander verschmelzend. Ich liebe tanzen.

Auf einmal merke ich, dass ich angetanzt werde. Sehr gut sogar, alles passt. Bewegungen ergänzen sich und fließen ineinander über. Trotzdem muss ich einen Blick über die Schulter riskieren. Ich muss wissen mit wem ich es da zu tun hab.

„Hallo Anne“

„Mein Lieblingsbarkeeper!“

Damit ist der Smaltalk aber auch schon beendet. Das wichtigste ist abgeklärt und wir tanzen weiter. Gemeinsam.
Dieser Mann hat bei mir ohnehin ein Stein im Brett. Nicht nur, dass er mich schon mehr als einmal gerettet und mir heimlich alkoholfreie Mischungen gemixt hat, wenn irgendwelche Typen mich abfüllen wollten. Ich habe mich in seiner Nähe immer irgendwie sicher gefühlt und mich einfach an die Bar gestellt, wenn mir Typen komisch wurden. Und so ist auch jetzt – ich fühl mich sicher und sehr, sehr wohl. Wir haben uns auch schon öfter spät in der Nacht, wenn sich der Club langsam geleert hat, gut unterhalten. Aber ich muss gestehen, ich habe ihn noch nie diesseits der Theke gesehen.

Er sieht einfach umwerfend aus. In seinem stets hochgekrempelten weißen Hemd zur Weste – die er auch jetzt trägt – erinnert er mich immer an einen Klischeedandy mit Lausbubencharme. Wir tanzen lange. Nach und nach verabschieden sich meine Freundinnen, manche in Begleitung, manche alleine, nach Hause. Und ich bin mir sicher, dass ich heute nicht alleine nach Hause gehen will.

Als ich ihn frage, ob er mit zu mir kommen möchte. Grinst er mich nur frech an, nimmt mich an der Hand und führt mich raus aus dem Club zum Taxistand.

„Ich nehm das mal als ein Ja“, muss ich lachen.

Bei mir angekommen zaubere ich uns erst einmal den obligatorischen Kaffee. Bisher haben wir uns noch nicht einmal geküsst. Vielleicht weil der Club seine Arbeit und mein Mutterschiff ist, man uns da beide kennt und wir uns irgendwie nicht ganz fallen lassen konnten. Aber jetzt ist das anders.

Der Kaffee steht brühend heiß und herrlich duftend auf dem Sofatisch und ist vollkommen egal. Ich glaube die Bezeichnung „übereinander herfallen“ beschreibt die Situation am besten.
Bei uns beiden hat sich ganz offenbar einiges aufgestaut, das jetzt raus will und muss. Es tut unheimlich gut, ihn so nah an mir zu spüren und einfach wild rumzuknutschen.

„Warum hörst du auf?“, fragt er mich, als ich mich seinen heißen gierigen Küssen mit einem Mal entziehe. „Hab ich was falsch gemacht?“

Ich setze mich neben ihn auf mein Sofa und fange an, meine langen, blonden, schon leicht zerzausten Haar mit den Fingern durchzukämmen und anschießend zu einem Dutt zu knoten. Er schaut mich völlig verwirrt an.

„Nein, ganz im Gegenteil.“

Ich schenke ihm mein zuckersüßestes Lächeln.

„Ich möchte nur nicht, dass meine Haare im Weg sind.“

Ich sehe, wie er kurz anfängt zu überlegen. Aber als ich mich kurz darauf vor ihn knie und mich daranmache, seine Hose zu öffnen, versteht er sofort und ihm huscht ein breites Grinsen übers Gesicht.

Wenn der Mann stimmt, dann liebe ich Blowjobs. Obwohl ich ihm damit ganz gewiss etwas sehr Gutes tue, übernehme ich gleichzeitig die Führung und hab den Mann im wahrsten Sinne in der Hand. Und hier habe ich gerade in jeder Hinsicht ein Prachtexemplar eines Mannes vor mir. Zunächst kümmere ich mich nur mit den Händen um ihn, drücke gelegentlich seinen Schwanz zwischen meine Brüste und bin insgesamt bestimmt viel zu zart. Ich hab‘ Zeit und ich mag es zu sehr, zu sehen, wie sich diese Spannung aufbaut, die gerne heute in wildem harten Vögeln enden darf.

Dann greife ich fester zu und bekomme sogleich ein wohliges Aufstöhnen als Bestätigung, dass das der richtige Weg ist. Mit Beiden Händen massiere ich seinen Schwanz. Ich beginne, den Schaft langsam von unten nach oben entlang zu lecken, um ihn dann endlich ganz in den Mund zu nehmen, zu saugen und zu lecken, ohne, dass die Hände aufhören würden mit festem Griff hoch und runter zu gleiten.

Der Barkeeper genießt meine Hingabe ganz offensichtlich. Seine Atmung ist tief und schwer und einen Moment lang überlege ich, ob ich ihn so kommen lassen sollte. Aber nein, ich will ihn ihm mir.

„Fick mich“, hauche ich im entgegen und genau das tut er dann auch. 

Auf meinem Wohnzimmerboden vögeln wir. Hart, intensiv und nicht besonders lange, was wohl meiner Vorarbeit zuschulden kommt.

Dennoch war es unglaublich gut und hat mir genau die Ruhe und Erlösung gebracht, nach der ich heute gesucht hatte. 

2 Kommentare zu „Der Barkeeper

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